Rückblick: Fachkreis "Kommunale Brücken"

Viel Diskussionsbedarf zum Auftaktkolloquium am 22. November 2016 


Die Stadt Leipzig und deren Verkehrs- und Tiefbauamt riefen gemeinsam mit der Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen mbH (MFPA Leipzig GmbH) den Fachkreis zum Thema „Kommunale Brücken“ ins Leben. 


„Wir möchten uns dazu mit anderen Kommunen, aber auch mit Fachleuten aus Ämtern und Ingenieurbüros, Instituten und Prüfanstalten beraten und austauschen“, eröffnete Dr. Michael Schimansky, Amtsleiter Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig das Brückenkolloquium am 22. November 2016. 


Die verkehrstechnische Infrastruktur weist auch in kommunaler Bauträgerschaft einen nicht unbeträchtlichen Sanierungsstau auf. 


„Diese Aussage treffe ganz speziell auch auf Ingenieurbauwerke wie Brücken zu“, so der Staatssekretär Dr. Hartmut Mangold, Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Freistaat Sachsen. In seinem Diskussionsbeitrag zum „Verkehrswegebau in Sachsen“ führte er die etwa 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachkreises an die Aufgaben und Ziele des Freistaates Sachen heran und leitete die als Diskussionsforum initiierte Veranstaltung an der MFPA Leipzig GmbH ein. 


Frau Prof. Reuschel führte dazu aus, dass „im Entscheidungsprozess zwischen Instandsetzung, Ertüchtigung oder Ersatzneubau für Brücken, die Beurteilung der Tragfähigkeit im Ist-Zustand und eine Prognose ihrer Entwicklung fundamental wichtig seien, um die anstehenden Investitionen unternehmerisch relevant, sparsam und nachhaltig treffen zu können“. 


„Grundlage einer derartigen Beurteilung sind Kompetenz, Erfahrung und die Ausstattung mit dem notwendigen versuchstechnischen Equipment im Zusammenwirken mit statischen Berechnungen“ so der Versuchsingenieur Robert Herold von der MFPA Leipzig GmbH. Er stellte das umgebaute BELFA dem Publikum vor und verwies auf den erfolgreichen Einsatz an der Gustav-Esche-Brücke in Leipzig. 


„Für die Stadt Leipzig ist die Zustandsbeurteilung der Infrastruktur bereits heute, aber auch in den nächsten Jahren einer der wichtigsten Schwerpunkte für die Gesamtinvestitionsplanung der Stadt“, sagte Klaus Barthel, Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig, anlässlich seines Vortrages zum Thema „Zukunftsfähigkeit von kommunalen Bestandsbrücken“. 


Die Teilnehmer des Arbeitskreises „Kommunale Straßenbrücken“ vereinbarten, den für die tägliche Arbeit wichtigen Erfahrungs- und Meinungsaustausch in regelmäßig stattfindenden Folgeveranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten fortzusetzen. Bitte wenden Sie sich bei Interesse, Fragen und Anregungen für das nächste Kolloquium in 2017 an Frau Prof. Dr.-Ing. Elke Reuschel.